{"id":439,"date":"2026-07-19T10:13:55","date_gmt":"2026-07-19T10:13:55","guid":{"rendered":"https:\/\/beatmanetsch.ch\/?page_id=439"},"modified":"2026-07-19T10:18:55","modified_gmt":"2026-07-19T10:18:55","slug":"zur-ausstellung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/beatmanetsch.ch\/?page_id=439","title":{"rendered":"zur Ausstellung"},"content":{"rendered":"\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Im Prinzip hab ich nicht viel \u00fcberlegt. Einfach gemacht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Beat Manetsch&nbsp;(Maler, K\u00fcnstler)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir hatten an einem Mittwoch abgemacht, im M\u00e4rz, um 10 Uhr, in Ilanz. Ich warte auf dem Parkplatz gegen\u00fcber dem Lukmanier, sagte ich am Telefon. Ob er einen Transporter habe oder wie? Nein, wieso! Meinen Audi, erwiderte Beat. Und in den willst Du alle Bilder f\u00fcr die Ausstellung packen? Lass dich \u00fcberraschen, sagte er. Und Punkt 10 Uhr rauscht der Audi unten um den Kreisel und die Via S. Clau herauf. Auf dem Dach ein riesiges, unf\u00f6rmiges Teil von einer Plastikblache bedeckt, die wild geisselnd im Wind flattert und sich dann schlaff \u00fcber den Wagen legt, als dieser auf dem Parkplatz h\u00e4lt. Beat steigt aus, wir umarmen uns, er b\u00fcschelt die Blache und lacht und ich lache ebenso das Fabrikat auf dem Dach musternd aus Brettern, Latten, Schrauben, Seilen und Gurten, funktional und stabil, ein improvisiertes Bett mit seitlichen Lehnen f\u00fcr die grossen Bilder und innen gestapelt die mittleren und kleinen. Gewiss um die f\u00fcnfzig Bilder. Zum Gl\u00fcck war es ein sonniger Tag. Geplant war eine Probeausstellung im Museum in Trun. Ich bin wohl an die zwanzig, dreissig Mal die Treppen hoch und runter und wieder hochgestiegen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Welche Bilder kommen wohin?, frage ich, als mein Herz sich beruhigt hat. Die&nbsp;<strong>Abstrakten<\/strong>&nbsp;links und die<strong>&nbsp;Figurativen<\/strong>&nbsp;im Raum rechts, lautet die erste Anweisung.&nbsp;<strong>Die Abstrakten<\/strong>? Welche sind das? Der blaue Strich. Der rote. Die Hunde. Die Nachtlandschaften. Das rote wilde. Und die Wirbels\u00e4ulen, sagt Beat auch leicht ausser Atem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Du,&nbsp;<strong>die Bilder mit den Strichen<\/strong>, was meinst Du, sagen wohl die Leute? Naja, ich kann mir schon vorstellen, dass die provozieren, meint Beat. Aber das war nicht meine Absicht. Ich suchte die Reduktion, den radikalen Kontrast zu den Landschaften, denn die malst du mit vielen Strichen, vielen Farben, unterschiedlichen Pinseln, die willst du m\u00f6glichst sch\u00f6n und atmosph\u00e4risch machen. Bei den Strichen hingegen geht es um die Frage, wieviel es braucht, um etwas zu sein. F\u00fcr den roten Strich brauchte ich drei Wochen. Die Leinwand stand, doch ich tigerte im K\u00e4fig herum. Ich wusste zwar, dass ich einen roten, vertikalen Strich zeichnen will. Aber was f\u00fcr einen Strich?! Dass es dann Strichst\u00fccke wurden, das geschah einfach, aus der Hand. In drei Minuten. Dass ich es schaffte, die Entscheidung der Hand zu \u00fcberlassen, macht das Bild f\u00fcr mich so kostbar. Das war ein Moment totaler Freiheit. Der perfekte Flow. Ob nun jemand in diesem Bild eine Schneelandschaft mit roten Pfosten sieht oder sonstwas, ist v\u00f6llig frei.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die&nbsp;<strong>drei Nachtlandschaften<\/strong>&nbsp;\u00fcbrigens auf der Wand gegen\u00fcber sind nicht weit von den Strichbildern entfernt, f\u00fcgt Beat hinzu. Das sind empfundene Landschaften, Improvisationen, gwundrige Versuche, mich f\u00fchren zu lassen, ein spielerischer Moment, ein Flirt mit den Farben. Der Kopf ist ausgeschaltet. Der Kopf ist Kontrolle. Das Bild malt der K\u00f6rper. F\u00fcr manche sind diese Bilder zu dunkel, zu d\u00fcster und traurig. Schwarz ist f\u00fcr viele negativ. Ich liebe die Farben der Nacht. Ich bin ein Nachtmensch. Wie meine Mutter es war. Die n\u00e4hte oft bis weit in die Nacht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das rote Bild<\/strong>, das etwas wilde, gef\u00e4llt mir gut hier. Das wollte ich erst gar nicht mitnehmen heute. Aber jetzt mit dieser Wand f\u00fcr sich allein, \u00f6ffnet es sich wuchtig und wird fast zum Dirigenten dieses Raums.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und welche Bilder kommen in den&nbsp;<strong>Raum rechts<\/strong>? &#8211; Das grosse mit den Herbstm\u00fccken, beginnt Beat die Aufz\u00e4hlung. Der Terri. Die Harschlandschaft. Die Baumrinden. Die Kapelle. Wobei ganz sicher bin ich noch nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kapelle hatte ich das Bild getauft. Im Fokus stehe allerdings das Atelier von Alois Carigiet, das links im Bild zu sehen sei, pr\u00e4zisiert Beat. Der ist ja nach Obersaxen gezogen, nach Platenga, als er sich entschlossen hatte, sich nur noch der Malerei zu widmen. Eine kleine Reverenz an Mathias Spescha und an Gieri Schmed habe er auch noch ins Bild gef\u00fcgt. Ob ich das bemerkt h\u00e4tte, fragt Beat mit schelmischem Schmunzeln. Die drei K\u00fcnstler-Nachbarn aus Trun habe ich nat\u00fcrlich schon studiert, auch um herauszufinden, wo denn mein Platz ist neben ihnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Verbindung zu Trun, erg\u00e4nzt Beat, haben auch&nbsp;<strong>die Wirbels\u00e4ulen<\/strong>, wie ich die Skulpturen im Raum dr\u00fcben nenne. Die erste davon befindet sich in Basel. Die habe ich vor 43 Jahren gemacht. Ich arbeite ja gerne mit Zufallsfundst\u00fccken, sogenannten&nbsp;<strong>\u00abobj\u00e9ts trouv\u00e9s\u00bb,<\/strong>&nbsp;auch beim Umbau in Flond, ich gebe den Objekten eine neue Funktion. Als wir damals zuhause in Campliun Fenster und L\u00e4den wechselten, fielen mir sofort diese Eisenteile auf mit diesen wundersch\u00f6nen Formen. Ich wusste sofort, mit denen mache ich mal was. Und dann wurden es Wirbels\u00e4ulen, von meinem Zuhause, von dem ich das Ger\u00fcst habe, das mich h\u00e4lt, die Grundstruktur meines Wesens; von da stammt alles, was ich bin und was ich tue.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Grossartig sag ich \u00fcberrascht, als ich mich umdrehe und den Terri so auf Distanz im Raum gegen\u00fcber erblicke.&nbsp;<strong>Landschaften<\/strong>scheinen Dein&nbsp;<strong>bevorzugtes Sujet<\/strong>&nbsp;zu sein? Wie kommt das? Das hat wohl mit der Ruhe zu tun, \u00fcberlegt Beat. Ich bin oft in der Natur, habe immer einen Skizzenblock dabei, setze mich irgendwo hin, zeichne, mache meist auch ein paar Fotos und habe Zeit ohne Ende, um die Landschaft wahrzunehmen. Und was sch\u00f6n ist: sie rennt nicht davon. Sie steht Modell, so lange du willst. Diese Ruhe und diese Zur\u00fcckgezogenheit liebe ich sehr. Das ist ein grosser Kontrast zur Arbeit beim Fernsehen, die ich \u00fcber dreissig Jahre lang machte, eine Welt, in der alles begrenzt ist. Du hast so und soviele Tage f\u00fcr Recherchen, f\u00fcr den Dreh, f\u00fcr den Schnitt und immer Termine, alles Tempo Teufel. Doch die&nbsp;<strong>Zeit beim Fernsehen&nbsp;<\/strong>war sehr sch\u00f6n. Pl\u00e4ne hatte ich zwar andere. Nach der Kunsthochschule in Basel wollte ich zuerst Zeichnungslehrer werden. Aber die Stellen sind rar. Und dann \u00f6ffnete sich stattdessen die Welt des Fernsehens. Ein starkes, faszinierendes Medium. Das Geschichten Erz\u00e4hlen mit Ton und 24 Bildern hat mich mit Haut und Haaren verschlungen. Wir hatten enorme Freiheiten, v.a. zu Beginn. In der Satiresendung Muschkito der Televisiun Rumantscha konnten wir wild experimentieren, das war eine echt coole, kultige Zeit. Aber eben. TV ist Tempo, Hektik, Stress, ein wilder, lebhafter H\u00fchnerhaufen. Malen ist ganz was Anderes. Und als ich dann fr\u00fcher in Pension ging, fand ich die Ruhe wieder, die ich w\u00e4hrend des Kunststudiums so sehr liebte. Diese starke Fokussierung. Ich bin dann wie abwesend. Und doch sehr pr\u00e4sent. Im Bild drin, in den Pinselhaaren, in den Farben, nur ich und die Leinwand und die Idee. Malen ist mein Zufluchtsort. Wenn ich dort bin, vergesse ich zu essen und zu schlafen und erwache dann irgendwann sp\u00e4t nachts und gehe dann ins Bett.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Wie findest Du eigentlich Deine Sujets?&nbsp;<\/strong>&#8211; Das passiert ziemlich zuf\u00e4llig, sinniert Beat. Wie beim Bild mit den Herbstm\u00fccken. Beim Spazieren springt mich pl\u00f6tzlich etwas an, v\u00f6llig unerwartet ist es hier, diese Bl\u00e4tter im Licht, im Hintergrund die K\u00fche in der Unsch\u00e4rfe, ich mache ein Foto oder mehrere aus verschiedenen Perspektiven und dann bin ich eigentlich schon mitten im Sujet. Sp\u00e4ter im Atelier kann es dann sein, dass so ein Moment die magische Kraft verliert, dann wird nichts daraus. Der&nbsp;<strong>Titel&nbsp;<\/strong>ist \u00fcberraschend!? Die M\u00fccken musste ich eine Weile suchen. Beat schmunzelt. Ja, Titel entstehen auch oft zuf\u00e4llig. Zu Beginn hab ich die Bilder nummeriert, 1, 2, 3, bis 10 oder so. Dann hab ich gewechselt. Ein Bild braucht einen Titel. Doch der einzige Schl\u00fcssel zum Verst\u00e4ndnis ist er nicht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um&nbsp;<strong>zur Frage zur\u00fcck<\/strong>zukommen<strong>, wie ich meine Sujets finde.&nbsp;<\/strong>Zum einen sind das Geschenke der Welt draussen. Oder innere Zuf\u00e4lle, wenn ich malend improvisiere. Und dann gibt es noch eine dritte Kategorie: Dinge, die mich plagen.&nbsp;<strong>Trump&nbsp;<\/strong>zum Beispiel. Der raubt mir hin und wieder den Schlaf. Es ist unfassbar, dass eine Mehrheit der Amerikaner die Pest zu ihrem Glauben w\u00e4hlte. Die Serie mit den&nbsp;<strong>Ohrfeigen&nbsp;<\/strong>ist eine Erinnerung an Pfarrer Candinas, der mich sozusagen aus der Institution Kirche gepr\u00fcgelt hat. Ich sp\u00fcre noch heute den Moment dieses \u00dcbergriffs. Die Serie reizte mich aber auch, weil ich herausfinden wollte, wie ich diesen Schlag-Effekt technisch hinbekomme.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie kam es zu den Bildern mit den&nbsp;<strong>Baumrinden<\/strong>&nbsp;und dem&nbsp;<strong>Harsch<\/strong>? \u2013 Das war das erste Thema, das mich besch\u00e4ftigt hat, als ich vor f\u00fcnf Jahren wieder zu malen begann. Oberfl\u00e4chen. Eine Oberfl\u00e4che bedeckt oder versteckt etwas und man weiss nie, was sich darunter verbirgt; sie kann sehr anziehend sein und dich dann in die Lawine locken. Ein Strich auf einer Oberfl\u00e4che kann ein Schnitt sein oder ein Riss. Die Baumrinde ist wie eine Haut, die sich \u00f6ffnet oder platzt, die lebt und vergeht. Die Oberfl\u00e4chen sind figurativ und abstrakt zugleich. Geht man ganz nah ans Bild, kann man vieles darin sehen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit den&nbsp;<strong>Linolschnitten&nbsp;<\/strong>im Mittelgang hab ich auch eine Phase meines Studiums wieder aufleben lassen. Und ich hatte grosse Experimentierlust. Einige Landschaften wurden impressionistisch, andere expressionistisch und teilweise hab ich einfach Linien rhythmisiert. Die Orte hab ich alle selber besucht. Ich hatte viel Skizzenmaterial. Es sind 12 Sujets, 20 Serien, die zusammen ein Mosaik eines gr\u00f6sseren Ganzen ergeben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es war gegen 17 Uhr, als wir alle Bilder alle Treppen wieder runtergetragen, aufs Dach geladen, gestapelt, gepolstert, gesichert und zugedeckt und einen Mordshunger hatten. Jetzt eine Pizza. Prezis. Und einen Apero.&nbsp;<strong>Du, mit 65 Jahren, die erste Ausstellung<\/strong>. Bist du eigentlich nerv\u00f6s? \u2013 Es ist, was es ist, sagt Beat ernst und ja, ich bin sehr gespannt. Ich glaube, diese Ausstellung ist wie der erste Schritt. Und nachher mache ich den n\u00e4chsten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einige Wochen sp\u00e4ter l\u00e4dt mich Beat zum Nachtessen ein. Zum ersten Mal sehe ich das Podest oben im steilen Hang hinter seinem gr\u00fcnen Haus in Flond, eine kleine Terrasse aus drei Paletten hat er da hingezaubert. Darauf ein Sonnenschirm, ein kleiner Tisch mit weisser Decke, zwei St\u00fchle, ein Weisswein, zwei Gl\u00e4ser, ein Apero, ein Nachtessen mit herrlichem Blick \u00fcber das Dach und r\u00fcber auf die andere Talseite, auf Flims, Ruschein, Breil, die Bergspitzen dils Cavistrai, die hoch \u00fcber dem Dorf thronen, in dem wir beide aufgewachsen sind.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was f\u00fcr ein Kerl, denke ich voller Bewunderung. Was der alles macht und kann, unglaublich erfinderisch, zupackend, inspirierend und tiefgr\u00fcndig, mit unb\u00e4ndiger Energie und Leichtigkeit und Freude am Machen und einem Herz voller Liebe. Und so ein wunderbarar Freund.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Prinzip hab ich nicht viel \u00fcberlegt, sagt Beat am Schluss unseres Gespr\u00e4chs. Einfach gemacht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Viva Beat! Mach einfach weiter!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">J\u00fcrg Gautschi<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Da principi hai buc studiau massa. Semplamein fatg.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Beat Manetsch&nbsp;(pictur artist)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nus vevan fatg giu ina mesjamna, il mars, allas 10h, a Glion. Jeu hai detg ch\u2019jeu spetgi sil parcadi visavi il Lukmanier. Sch\u2019el hagi in bus ni co? Na nuot. Miu Audi, ha Beat detg. Ed en quel vulas cavigliar tut ils maletgs dall\u2019exposiziun? Ti mo mira, ha el rispundiu. E punct las 10h vegn igl Audi giu entuorn la rondella e dalla Via S. Clau siado e sin tetg ina carga nundetga cuvretga cun ina blaha da plastic che sgulatscha e misla e sederasa lu tut uapa sur igl auto giu, cu quel ei sefermaus sil parcadi. Beat vegn o digl auto, nus salidein cun ina strocla, el fa in tec uorden culla blaha e ri. Ed jeu riel \u00e8 examinond la construcziun dad aissas e lattas e slondas e riemas e sugas, in letg improvisau cun spundas, funcziunal e stabil pils maletgs gronds ed endadens schaian ils mesauns e pli pigns stignai in sin l\u2019auter. Guess tschunconta maletgs. Per cletg eri in di da bial\u2019aura. Il plan era dad ir si Trun el museum e far ina exposiziun d\u2019emprova. Matei ch\u2019jeu sun ius vegn, trenta ga da quellas scalas si ed engiu ed ensi. E tgeinins vegnan nua?, haiel jeu dumandau, cu la pumpa ei sequietada.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ils abstracts<\/strong>&nbsp;ella stanza seniester ed&nbsp;<strong>ils figurativs<\/strong>&nbsp;en quella vi dretg, ei l\u2019emprema instrucziun.&nbsp;<strong>Ils abstracts.<\/strong>&nbsp;Tgeinins ei quei tut?&nbsp;Il streh blau. Il streh tgietschen. Ils tgauns. Las cuntradas da notg. Quei tgietschen selvadi. E las cruschs dil dies. Ti,&nbsp;<strong>quels strehs<\/strong>, damondel jeu, tgei manegias ch\u2019ei ditgien da quels? Moh, jeu sai schon metter avon, di Beat, che quels provocheschan forsa.&nbsp;Quei ei aber buc igl intent. Jeu hai encuretg la reducziun, il cuntrast radical tiellas cuntradas. Lezzas malegias cun massa strehs, massa colurs, differents pennels, leu dattas breigia da far ei bi ed atmosferic. Tiels strehs va ei per la damonda, con ch\u2019ei drova per insumma esser zatgei.&nbsp;Pil streh tgietschen hai duvrau treis jamnas. La teila spitgava.&nbsp;Ed jeu erel sco in tigher el caset. Jeu savevel ch\u2019jeu level in streh tgietschen vertical.&nbsp;Aber tgei streh?! Ch\u2019ei ha lu dau tocca da strehs, quei ei semplamein vegniu, o dil maun. Fatg en treis minutas. Quei dumignar da surschar la decisiun al maun fa quei maletg per mei schi prezius. Quei ei stau in mument da libertad totala, in flow perfetg. Sch\u2019ins vul lu veser en quei ina cuntrada da neiv cun palera ni schiglioc zatgei, ei surschau a quel:la che mira. Las treis&nbsp;<strong>cuntradas da notg<\/strong>&nbsp;silla preit da tschei maun ein buc lunsch naven dils strehs, aschunta Beat.&nbsp;Quei ein cuntradas resentidas, improvisaziuns, emprovas, tgisa nua ch\u2019ei meina mei, in mument ludic ed in flirt cullas colurs. Il tgau ei tschentaus o. Il tgau ei controlla. Il tgierp fa ils maletgs. Per certins ein quellas cuntradas memia stgiras, obscuras, trestas. Ner ei per biars negativ. Per mei buc. Jeu hai bugen las colurs dalla notg. Jeu sun in bau dalla notg, sco mia mumma era. Lezza cuseva savens tochen las duas la damaun.&nbsp;Dil reminent, quei&nbsp;<strong>tgietschen selvadi&nbsp;<\/strong>vi cheu plai a mi fetg bein. Quel level gnanc prender cun mei oz. Aber uss cheu, cun ina preit mo per el sesarva quel nundetg e para bunamein il dirigent da quella stanza.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ed&nbsp;<strong>ella stanza da tschei maun<\/strong>, tgeinins vegnan vi leu? Il grond culs muschins d\u2019atun, di Beat.&nbsp;Il Terri. La samada. Las scorsas. La caplutta. Caplutta vev\u2019jeu titulau quel culla caplutta. Mo el focus da quel stetti per el igl atelier dad Alois Carigiet, precisescha Beat. Lez ei gie vegnius a Platenga si Sursaissa, cu el ei sedecidius da daventar pictur artist liber. Ed ina pintga reverenza a Mathias Spescha ed a Gieri Schmed hagi el \u00e8 aunc integrau en quei maletg. Sch\u2019jeu hagi remarcau quei, damonda Beat cun in surrir da furbaz.&nbsp;Quels treis vischins da Trun haiel secapescha schon studiau empau, \u00e8 per mirar, tgei ch\u2019ei miu plaz sper els.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In ligiom cun Trun han dil reminent \u00e8&nbsp;<strong>las cruschs dil dies<\/strong>, sco jeu numnel las sculpturas vi en tschella stanza.&nbsp;L\u2019emprema da quellas hai fatg avon 43 onns, cun&nbsp;<strong>\u00abobj\u00e9ts trouv\u00e9s\u00bb.<\/strong>&nbsp;Jeu lavurel bugen cun caussas existentas ch\u2019jeu anflel casualmein, allas qualas jeu dundel lu ina nova funcziun. Nus vein giu midau da lezzas uras enta casa a Campliun fenestras e barcuns e lu hai viu quella biala tocca da fier cun quellas bialas fuormas e saviu immediat ch\u2019jeu vegni a duvrar quella zacu, senza aunc saver per tgei.&nbsp;E lu hai dau cruschs dil dies, da miu dacasa, dil qual jeu haiel survegniu la ossadira, la structura da miu esser, quei che tegn mei agradsi, da leu deriva tut quei ch\u2019jeu sundel e quei ch\u2019jeu fetsch.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bellezia, ditgel tut surprius, cun semenar e veser il Terri sin distanza vi en tschella stanza.&nbsp;<strong>Cuntradas<\/strong>&nbsp;paran dad esser tiu&nbsp;<strong>sujet preferiu<\/strong>? Daco quei? Quei ha da far cul ruaus, rispunda Beat. Quei esser ella natira. Savens hai in bloc cun mei e fetsch aunc skizzas ed adina \u00e8 fotografias.&nbsp;Ed hai peda senza fin. Per sentir la cuntrada. E tgei ch\u2019ei bi. Quella scappa buc. Stat model, schi ditg sco ti vul. Quei ruaus e quella solitariadad gaudel enorm. Quei ei in grond contrast culla lavur da televisiun ch\u2019jeu hai fatg varga trent\u2019onns ed en gliez mund ei tut limitau, ti has tons e tons dis per retschercas, tons per filmar e tagl ed adina termins, tut tempo teufel.&nbsp;Aber il temps dalla televisiun ei staus bellezia. Il plan era zuar in auter.&nbsp;Suenter la scola d\u2019art a Basilea hai gl\u2019emprem encuretg plazza sco scolast da dessegn. Mo lu buc anflau. Ed enstagl ei il&nbsp;<strong>mund dalla televisiun<\/strong>&nbsp;sesaviarts. In medium ferm e fascinont, il raquintar historias cun tun e cun 24 maletgs per secunda, quei ha tschaffau mei cun tgierp ed olma, segir \u00e8 pervia dalla libertad dad experimentar, cunzun all\u2019entschatta, el Muschkito per exempel, l\u2019emissiun da satira dalla Televisiun Rumantscha ch\u2019ei propi stada cult e coolira da far.&nbsp;Aber eba. Televisiun ei tempo, hectica, stress, in gagliner viv e selvadi. Malegiar ei tut zatgei auter. Cun ir en pensiun anticipada hai puspei anflau anavos en quei ruaus ch\u2019jeu hai gudiu schi ferm duront ils onns alla scola d\u2019art. Quei esser focussaus. Sco bunamein naven. E tuttina fetg presents. Sco viaden el maletg, el pennel, ellas colurs, mo jeu e la teila e l\u2019idea ch\u2019jeu less realisar. Il malegiar ei miu refugi. Cu jeu sun en quel, emblidel da magliar e da durmir e vegnel lu zacu sco neunavon la damaun dallas treis e mon lu a letg.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Co anflas ils sujets?<\/strong>&nbsp;\u2013 Gliez ei savens casual. Sco cul maletg dils muschins d\u2019atun.&nbsp;Jeu mon a spass e lu vesel ina caussa che tschaffa mei nunspitgadamein, tuttenina ei quei cheu, quella feglia ella glisch, vi davos las vaccas el fuostg, jeu fetsch ina foto, ni pliras da differentas perspectivas e lu sun da principi schon el sujet. Pli tard egl atelier sa ei lu capitar che aschia in mument piarda la magia, daventa tievis e lu dat ei nuot. Il&nbsp;<strong>tetel<\/strong>&nbsp;ei surprendents!? Ils muschins hai stuiu encurir ditg. Tetels ein empau casualitad, di Beat. Entschiet vevel cun enumerar 1, 2, 3, etc. forsa tochen diesch. E lu hai midau.&nbsp;In maletg drova in tetel. Mo la clav per capir eis el buc. Insumma buc.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Per revegnir alla&nbsp;<strong>damonda, co jeu anfli ils sujets<\/strong>. Dad in maun ein quei regals casuals, cun ir ed esser o el mund. Secundo ein quei improvisaziuns ch\u2019ein forsa casualitads internas.&nbsp;E lu dat ei aunc in tierz camp, tematicas che mulestan mei.&nbsp;<strong>Trump<\/strong>&nbsp;per exempel. Quel lai magari buc durmir mei. Ei va fetg vess dad acceptar ch\u2019ina maioritad dall\u2019America elegia la pestilenza sco cardientscha. La seria culs&nbsp;<strong>schlops<\/strong>&nbsp;<strong>entuorn las ureglias<\/strong>&nbsp;ein regurdientschas a sur Candinas che ha schidadir cresmau mei o dalla instituziun dalla baselgia. Jeu sentel aunc oz il mument da quei schliep. Fatg quella seria hai \u00e8 perquei ch\u2019ei caztgava dad anflar la tecnica per exprimer igl effect dalla frida.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Co eis vegnius sil sujet dallas&nbsp;<strong>scorsas&nbsp;<\/strong>e la&nbsp;<strong>samada<\/strong>?<strong>&nbsp;<\/strong>&#8211;<strong>&nbsp;<\/strong>Surfatschas ein stadas miu emprem tema, cu jeu hai repriu il malegiar avon tschun onns. La lingia silla surfatscha sa esser in tagl, in scarp. Ina surfatscha cuviera ed ins sa mai tgei che sezuppa davostier, ella sa esser biala e carmalar ins ella lavina. La scorsa ei sc\u2019ina pial che sesarva ni sloppa che viva e va. Quellas surfatschas ein concretas, figurativas ed abstractas, associativas en ina. Sch\u2019ins va datier san ins veser empau diltut.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Culs&nbsp;<strong>entagls<\/strong>&nbsp;on zuler haiel repriu ina fasa dil temps da studi. Jeu vevel gust dad experimentar. Per part ein quellas cuntradas impressiunisticas, lu expressivas, per part tschercavel mo in ritem cun lingias. Igl ei tut loghens ch\u2019jeu hai sez visitau. Jeu vevel schi bia skizzas pinadas per zacu.&nbsp;En tut s\u2019ei 12 sujets, 20 serias che dattan ensemen in mosaic pli grond.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ei era entuorn las 17h che nus vevan la finala puspei purtau tut ils maletgs da scala giu e cavigliau els sin tetg ed egl auto e cuvretg e ligiau e vevan fomazs.&nbsp;Ina pizza. Precis. Ed in apero.&nbsp;<strong>Ti, cun 65 far l\u2019emprema exposiziun<\/strong>.&nbsp;Eis atgnamein gnervus? \u2013 Igl ei quei ch\u2019igl ei, di Beat tut serius e gie, jeu sun fetg spannegiaus. Jeu crei, quella exposiziun marca sco igl emprem scalem. E suenter mondel tiel proxim.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Entginas jamnas pli tard ha Beat envidau mei a tscheina.&nbsp;Lu hai viu per l\u2019emprema ga quei podest sisum la scarpa sur sia casa verda a Flond.&nbsp;Sc\u2019ina pintga terrassa ha el construiu cun dus pallets. E sin quels steva in parisol da sulegl, ina pintga meisa, duas suppias, cozz\u2019alva, in vin alv e dus glas, in apero, ina tscheina cun ina bellezia vesta sur il tetg casa o, vi silla costa da tschei maun cun Flem, Ruschein, Breil, ils Cavistrai che fan parada sur il vitg, el qual nus essan omisdus carschi si.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Tgei tip hai jeu tertgau admirond, in talent nundetg, creativ, ischignus, detschart, inspiront, cun schi bia energia e plascher e passiun da far ed in cor plein amur. Ed in amitg prezius.\u00a0Da principi hai buca studiau massa, di Beat alla fin dil discuors.\u00a0Semplamein fatg. Ed jeu ditsch: <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Viva Beat! Fai semplamein vinavon!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">J\u00fcrg Gautschi<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Prinzip hab ich nicht viel \u00fcberlegt. Einfach gemacht. Beat Manetsch&nbsp;(Maler, K\u00fcnstler) Wir hatten an einem Mittwoch abgemacht, im M\u00e4rz, um 10 Uhr, in Ilanz. Ich warte auf dem Parkplatz gegen\u00fcber dem Lukmanier, sagte ich am Telefon. Ob er einen Transporter habe oder wie? Nein, wieso! Meinen Audi, erwiderte Beat. Und in den willst Du [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-439","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/beatmanetsch.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/439","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/beatmanetsch.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/beatmanetsch.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/beatmanetsch.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/beatmanetsch.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=439"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/beatmanetsch.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/439\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":446,"href":"https:\/\/beatmanetsch.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/439\/revisions\/446"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/beatmanetsch.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=439"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}